Frauenkreis Kühlungsborn, 9. November 2026, 18.00 Uhr
Ort: Saal der Kath. Gemeinde, Ostseeallee 1b, 18225 Kühlungsborn

Gemeindeabend Güstrow, 10. November 2026, 19.00 Uhr
Ort: Saal der Kath. Gemeinde, Grüne Str. 23-25, 18273 Güstrow

Akademiekreis Neustrelitz, 13. November 2026, 19.30 Uhr
Ort: Saal im Kath. Pfarramt, Am Tiergarten 2, 17235 Neustrelitz

Referentin:  Sigrid Hagenguth, Schwerin

Das Einhorn lebt. Es ist Kult. Es bevölkert Kinderzimmer und ist an vielen Orten zu finden. Manchmal auch dort, wo man es nicht vermutet. Da war dieser jugendliche Heavy Metall-Fan im Zug – ganz schwarz gekleidet, lange dunkle Haare, viel Metall im Gesicht und am Rucksack schaukelte ein kleines braunes Einhorn.

 
Seit mehr als 2000 Jahren fasziniert dieses Wesen. Mit seinem Horn hat es sich in die Sehnsuchts- und Fantasiegeschichte der Menschheit gebohrt. Der unerschütterliche Glaube an ein ungreifbares Lebewesen, welches ein einzelnes Horn besitzt und über magische Kräfte verfügt, wurde genährt durch Berichte von Reisenden und Naturkundlern. Die Quelltexte reichen von Aristoteles (384-322 v. Chr.) über Ambrosius (340-397), Hildegard von Bingen (1098-1179), Marco Polo (1254-1324) bis zu Leibnitz (1646-1716) und finden sich auch in der neueren Literatur z. B. bei „Harry Potter und der Stein der Weisen“ (1997).
Das Einhorn wird auch in der christlichen Tierkunde, dem Buch „Physiologus“, erwähnt, welches bis ins Mittelalter weit verbreitet war. Dort findet sich die Legende, dass nur eine Jungfrau das Tier fangen könnte. Dies beflügelte die Fantasie der Künstler, die daher die Mutter Jesu oft mit einem Einhorn darstellten.